Mit diesen Tipps fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes

Jedes Elternteil kennt diesen berühmten Moment, in dem man sich fragt, wo die Zeit geblieben ist. Fast schon fassungslos schaut man dann auf seine Kinder, die doch eben noch friedlich schlafend in der Wiege lagen. Das ehemals friedlich schlafende Kind möchte heute nicht mehr schlafen, denn in der Disko ist es doch viel schöner und aufregender. Aber mit gerade einmal 16 Jahren? Ist das ok? Zu viel der Selbstständigkeit? Und dann gibt es die anderen Jugendlichen, die einfach nicht erwachsen und selbstständig werden wollen.

Die Frage ist also: Wie können Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes ohne Druck und mit dem nötigen Vertrauen fördern? Wie können Sie Ihren Kindern beibringen, Entscheidungen zu treffen? Wir haben Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt.

 

Entscheidungen zu treffen kann und muss man üben!

Wenn Sie bis jetzt Ihrem Kind noch die Kleidung für den nächsten Tag bereitgelegt haben, dann überlassen Sie es ihm doch ab sofort selbst. Manchmal sind wir als Eltern in Automatismen gefangen, die wir gar nicht mehr hinterfragen. Und die Kinder müssen erst einmal lernen, Entscheidungen zu treffen. Warum also nicht mit der Kleiderauswahl klein anfangen? Auch das Einkaufen geht schneller, wenn wir es selbst machen, schließlich wissen wir genau was wir brauchen und wo die Lebensmittel im Supermarkt zu finden sind. Doch beziehen Sie Ihr Kind doch in die Haushaltsplanung mit ein und lassen sie mitentscheiden, was gekocht und eingekauft wird.

 

Verantwortung übernehmen

Auch damit kann man nicht früh genug anfangen. Halten Sie sich doch aus dem Chaos im Kinderzimmer heraus und übertragen Sie Ihrem Kind die Aufgabe, es sauber und ordentlich zu halten. Bei älteren Kindern bzw. Jugendlichen können Sie das Taschengeld erhöhen, damit sie sich davon auch Kleidung und Kosmetik kaufen. Vielleicht gibt es im Haushalt auch eine Aufgabe, die ab sofort in der Verantwortung Ihres Kindes liegt, wie zum Beispiel Rasenmähen oder Blumen gießen. Das gilt übrigens auch für das Lernen für die Schule. Irgendwann sollten Sie es Ihrem Kind überlassen, wann und wie viel es für die nächste Klassenarbeit lernt.

 

Und wenn etwas schief geht?

Wenn Ihr Kind nicht für die nächste Klassenarbeit gelernt hat und in der Folge mit einer schlechten Note nach Hause kommt, dann helfen Sie ihm, mit dieser Niederlage umzugehen. Erklären Sie, dass die Note einerseits in der Verantwortung Ihres Kindes liegt, eine schlechte Note auf der anderen Seite aber kein Beinbruch ist. Geben Sie Ihrem Kind Zuspruch und den Glauben, es das nächste Mal besser machen zu können.

 

Und was ist nun mit der Disko?

Irgendwann müssen Sie Ihr Kind loslassen. Schaffen Sie für den ersten Besuch in der Disko aber klare Absprachen und klären Sie im Vorfeld wann Ihr Kind zu Hause sein muss und wie es nach Hause kommt. Auf diese Weise stärken Sie auch das Verantwortungsgefühl und die Zuverlässigkeit Ihres Kindes.

 

Inwieweit muss ich mein Kind zwingen?

Kommen wir zu den schüchternen und unsicheren Kindern zurück. Diese müssen Sie natürlich ein wenig mehr in Richtung Selbstständigkeit lenken. Wenn sich Ihr Kind aber zum Beispiel noch nicht traut, alleine mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, dann üben Sie nicht zu viel Druck aus. Vielleicht traut es sich aber bereits, alleine einen Freund oder eine Freundin aus der Nachbarschaft zu besuchen. Loben Sie Ihr Kind dafür und ermutigen Sie es dadurch behutsam zum nächsten Schritt in die Selbstständigkeit.

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