Was soll bloß aus mir werden? Die Suche nach dem Traumberuf

Bestimmt hat euch nach den langen Weihnachtsferien längst der Schulalltag wieder. Und vielleicht stehen in diesem Frühjahr einige wichtige Entscheidungen für euch an. Etwa, wenn das Ende der Schulzeit näher rückt und es Zeit wird, sich um einen Studienplatz zu bemühen oder einen Ausbildungsplatz zu finden.

Die Qual der Wahl

“Ach”, sagst du jetzt vielleicht, “mein Berufswunsch steht doch schon lange fest”. Dann kann ich dich an dieser Stelle nur beglückwünschen, denn viele Schülerinnen und Schüler wissen gegen Ende der Schulzeit noch nicht, welchen Beruf sie einmal ergreifen sollen.

Doch woran liegt das?
Das deutsche Schulsystem sieht leider keine wirklich langen Praktika vor. Wenige Wochen reichen oft nicht aus, um zu wissen, wie der Alltag in einem Beruf wirklich aussieht.
Außerdem entwickeln sich bestimmte Berufszweige immer weiter und es kommen neue Berufe hinzu.
Die Folge: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und womöglich weißt du gar nicht, welche Berufe es aktuell gibt!

Den goldenen Mittelweg finden

Wichtig ist, dass du dich jetzt nicht unter Druck setzt. Du wirst deinen Beruf circa 40 bis 50 Jahre ausüben. Ja genau, das ist eine lange Zeit deren Dimension du dir bestimmt kaum vorstellen kannst. Umso wichtiger ist es, einen Beruf zu finden, der dir einerseits ein solides Einkommen sichert und der dir auf der anderen Seite Spaß macht.
Das bedeutet aber auch nicht, dass du in deinem Arbeitsalltag permanent Luftsprünge machen musst.

Du möchtest vielleicht Künstler werden, da in dir ein Talent dazu schlummert? Du kannst dich mit deinen Arbeiten bestimmt super selbst verwirklichen, doch kannst du mit diesem Beruf deine Miete bezahlen? Das heißt an dieser Stelle nicht, dass du stattdessen einen Bürojob erlernen sollst, denn es gibt ihn: den goldenen Mittelweg. Wie wäre es, wenn du Kunstlehrer wirst oder einen Job im kulturellen Bereich auswählst?

Geht nicht, gibt’s nicht!

Kommen wir zurück zu der Vorstellung, dass du dir längst klar über deinen Traumberuf bist. Lass dir in diesem Glücksfall von niemandem einreden, dass du nicht gut genug dafür bist, oder dass ein anderer Beruf viel besser zu dir passt. Du hast deinen Traum aus gutem Grund und wirst ihn verfolgen.
Informiere dich aber im Internet oder bei der Arbeitsagentur (TIPP: Berufsinformationszentrum – BIZ) genau über deinen Traumberuf. Wenn du danach immer noch begeistert bist, dann fang an, dein Ziel zu realisieren.

Natürlich kannst du scheitern oder feststellen, dass der Traum doch nur eine Illusion war. Doch du wirst dich dein ganzes Leben lang ärgern, wenn du es nicht wenigstens versucht hast. Und wenn du scheiterst, dann versuchst du es eben in einem anderen Beruf.
Häufig muss man erst herausfinden was man nicht will, um zu wissen, was man will.

Und wenn ich meinen Traumberuf nicht finde?

Macht nichts. Nicht jeder hat eine Berufung mit der er Geld verdienen kann. Und nicht jeder kann mit seiner Arbeit die Welt verändern oder ein Weltimperium erschaffen. Wenn der Tag der Entscheidung immer näher rückt, dann folge einfach deinem Bauchgefühl. Und wenn du nach einiger Zeit merkst, dass du doch die falsche Wahl getroffen hast, dann kannst du immer noch den Beruf wechseln. Das ist in der heutigen Zeit kein Makel mehr im Lebenslauf. Ganz im Gegenteil, Mitarbeiter in Personalabteilungen und Firmenchefs werten es sogar als positiv, wenn ein Kandidat für einen Job bereits Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen gemacht hat. Und um dich noch einmal daran zu erinnern: Du wirst mindestens 40 Jahre im Berufsleben stehen. Eine Zeit, die viel zu lang ist, um unzufrieden zu sein.

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