Lernpausen

Richtig abschalten in den Lernpausen

Die Weihnachtsferien sind vorbei und nach der unterrichtsfreien Zeit geht es allerorts wieder zurück in die Klassenzimmer. Nach der Erholungspause können Schülerinnen und Schüler sich nun also gut ausgeruht wieder den schulischen Anforderungen stellen. Lange Pausen, wie in den Ferien, sind wichtig – genauso elementar ist es aber, auch im Schulalltag und beim Lernen des geforderten Stoffes regelmäßige Erholungsphasen einzubauen.

Wann und wie viele Lernpausen machen?

Der Magen meldet seine Bedürfnisse deutlich, bei Hunger zum Beispiel mit einem lauten Knurren, bei Überfüllung mit einem Druckgefühl. Das Gehirn dagegen ist da weniger leicht zu durchschauen. Wer lange Zeit am Stück lernt, ermüdet natürlich irgendwann merklich, aber auch schon vorher können die Leistungsfähigkeit und das Auffassungsvermögen leiden, wenn keine gezielten Pausen eingeplant werden. Denn wer versucht, einfach immer länger durchzuhalten, verwendet viel Energie für diesen Willensakt, macht aber dabei mehr Fehler und der Lernstoff wird nicht so gut und nachhaltig aufgenommen. Experten raten hier, mehrmals kurze Pausen zu machen, nach einer Stunde etwa fünf bis zehn Minuten, bei längeren Lernphasen sollten entsprechend auch längere Pausen gemacht werden. Wer sich zum Beispiel in der Vorbereitung auf das bald anstehende Abitur einen ganzen Nachmittag zum Lernen vorgenommen hat, sollte die Lerneinheiten zusätzlich mit einer 30- bis 40-minütigen Pause unterteilen.

Was in den Lernpausen machen?

Fünf bis zehn Minuten Pause, das klingt nicht viel. Wie schafft man es, in so kurzer Zeit abzuschalten und Kraft für die nächste Lerneinheit zu sammeln? Wir haben hier ein paar Tipps zusammengestellt, die von Experten empfohlen werden und unserer Erfahrung nach auch tatsächlich gut funktionieren.

» Tapetenwechsel

In der Pause am Schreibtisch sitzenbleiben und zum Beispiel Surfen und Mails beantworten kann zwar durchaus ablenken, bringt aber nicht unbedingt den gewünschten Erholungseffekt. Lieber einmal aufstehen und etwas herumlaufen – eventuell sogar schnell einmal an die frische Luft gehen. Tief durchatmen und ganz bewusst an etwas ganz anderes denken.

» Entspannungsübungen

Es gibt viele Übungen, die ganz einfach durchgeführt werden können und einen schnellen Entspannungseffekt bieten. Ein hilfreiches Beispiel hierfür ist die progressive Muskelentspannung. Dafür müssen ganz einfach einzelne Muskelgruppen im Liegen oder Sitzen bewusst an- und wieder entspannt werden. Am besten „ganz unten“, also mit den Zehen, anfangen – anspannen, durchatmen, entspannen – und dann Muskelgruppe für Muskelgruppe den Körper aufwärts gehen. Und bevor man oben angekommen ist, hat sich in der Regel bereits ein deutlicher Entspannungseffekt eingestellt.

» Wohlfühleinheiten

Wer fleißig lernt, sollte sich auch zwischendurch einmal dafür belohnen. Ein leckeres Getränk und ein Snack in der Pause, dabei das aktuelle Lieblingslied hören – und sich selbst auch einmal kräftig loben „Das habe ich doch schon einmal prima hinbekommen, ich schaffe das!“ Selbstsuggestion wirkt nämlich außerdem Wunder.

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