Gutes Essen für den Kopf

Wie gut Kinder sich konzentrieren und lernen können, hängt auch zu einem guten Stück von der Ernährung ab. Gerade Heranwachsende haben ja alleine schon durch ihr Körperwachstum einen höheren Bedarf an Nährstoffen.

Süßes und Fettes belastet

Egal ob es ein süßer und meist auch fetthaltiger Riegel als Zwischenmahlzeit ist oder eine gehaltvolle Hauptmahlzeit. Beides ist nicht besonders gut geeignet, um im Kopf leistungsfähig zu sein. Bei stark gesüßten Lebensmitteln kommt es kurzzeitig zu einem Gefühl des Energieanstiegs, denn der Blutzuckerspiegel steigt rasch an, allerdings wird durch eine verstärkte Ausschüttung von Insulin der Spiegel schnell wieder absinken und die Konzentrationsfähigkeit lässt stark nach. Mächtige und kalorienreiche Mahlzeiten machen müde. Doch welche Ernährung trägt denn überhaupt zu einer guten Leistungsfähigkeit bei?

Kalorien sind nicht alles

Sicher brauchen Heranwachsende Energie in Form von Kalorien, wichtig dabei ist aber eine ausgewogene Ernährung, die dafür sorgt, dass der Körper alle Bausteine zur Verfügung hat die er für das Wachstum und für die optimale Versorgung des Gehirns benötigt. Dazu gehören Proteine, Kohlenhydrate und pflanzliche Fette ebenso wie zahlreiche Vitamine und Mineralien.

Ein Fünftel des Energiebedarfs den wir haben benötigt alleine schon unser Gehirn. In Phasen, in denen wir intensiv lernen und neue Verbindungen im Hirn knüpfen sogar noch mehr. Unser Gehirn verlangt nach Zucker als einer Form schnell verfügbarer Energie. Das erklärt den Appetit auf Süßes, der oft entsteht. Allerdings sind der Leistungsabfall und die Müdigkeit die danach kommen ein großer Nachteil. Die Aufnahme von Zuckerarten , die nur langsam vom Körper verarbeitet werden ist daher besser. Diese langkettigen Kohlenhydrate bieten uns beispielsweise Vollkornprodukte wie Vollkornbrot und Müsli. Dadurch, dass sie langsamer verdaut werden, steigt und sinkt der Blutzuckerspiegel in einer sanften Kurve und das Konzentrationsloch bleibt aus.

Bei Müsli sollten Sie aber darauf achten, dass die meisten Fertigmischungen viel zu viel zusätzlichen Industriezucker enthalten. Auch bei Getreideprodukten wie Cornflakes und Ähnlichem sollte man darauf achten, ob Zucker zugesetzt wurde, denn das ist oft der Fall. Greifen Sie auf zuckerfreie Müslimischungen zurück oder mischen Sie selbst ein Müsli aus Getreideflocken, getrockneten Früchten und Nüssen zusammen. Nüsse sind zudem ein hochwertiger Energielieferant voller Proteine, gesunder Fette, Mineralstoffe und Vitamine. Aber Achtung: sie haben auch viele Kalorien, also nicht damit übertreiben, wenn Ihr Kind zu Übergewicht neigen sollte.

Viele grüne Gemüsesorten sind reich an Inhaltsstoffen, die gut für das Gehirn und die Merkfähigkeit sind. Als leichte Zwischenmahlzeit eignet sich aber besonders auch Obst wie Äpfel oder Bananen. Da Obst meist von Natur aus süß ist, wird es von Kindern oft lieber genommen als Gemüse. Probieren Sie doch mal aus was passiert, wenn Sie in Stücke geschnittenes Obst in einer kleinen Schüssel auf den Tisch stellen oder als Pausenmahlzeit mitgeben. Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren sind die reinsten Kraftpakete und damit eine gute Quelle für viele Nährstoffe, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördern.

Pausenmahlzeiten für die Schule

Für die Schulpause sind Pausenbrote aus Vollkornbrot eine gute Basis. Um die Brote etwas appetitlicher und weniger trocken zu machen, können Salatblätter oder dünne Gurkenscheiben mit darauf gelegt werden. Beim Belag können Sie sich ruhig ein wenig nach den Vorlieben des Kindes richten. Das erhöht die Chance, dass es das Brot auch isst und nicht zu Süßigkeiten greift. Zum Pausensnack gehören auch ein paar Stücke frisches Obst oder Gemüse dazu, das ihr Kind mag: Paprikastreifen, Minitomaten, Apfelschnitze oder auch  Beeren. Auch ein paar Nüsse oder Mandeln können als Ergänzung dazu. Ideal sind Boxen mit Unterteilungen, so dass alles schön appetitlich bleibt und nicht durcheinander fällt. Wenn Sie für Abwechslung bei den Brotsorten, Belägen und Beigaben sorgen, trägt das nicht nur zu einer ausgewogenen Ernährung bei, sondern führt auch dazu, dass Ihr Kind eher mit Appetit zugreift.

 

Trinken nicht vergessen

Auch wenn das Trinken streng genommen nicht zum Essen gehört, hier nochmal der Hinweis darauf, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die Konzentrationsfähigkeit und damit den Lernerfolg deutlich erhöht. Geeignet sind Wasser, zuckerfreie Früchtetees und dünne Saftschorlen (1/3 Saft, 2/3 Wasser). Zu vermeiden sind zuckerhaltige Getränke wie Fruchtnektar oder sogenannte Softdrinks. Durch den Zuckergehalt kommt es kurzfristig zu einem Energieschub, der häufig mit Unruhe einhergeht und anschließend zu Unkonzentriertheit und Schlappheit durch Unterzuckerung führt. Kinder sollten mindestens einen Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen, Jugendliche schon anderthalb Liter.

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